Vulkan Osorno: Atemberaubender Blick und ein kleines Drama

Unser Ziel: der imposante Vulkan Osorno. Die Route führte uns bis zur Talstation des Liftes, und was zunächst nach einem perfekten Ausflug aussah, entwickelte sich zu einem echten Abenteuer mit atemberaubenden Ausblicken, herzlichen Begegnungen und einer unerwarteten technischen Panne.

Der Vulkan mit dem Wolkenband
Der Standplatz nach dem Umparken

Ankunft am Vulkan Osorno – Eine Wolke zu viel

Von unten bot sich uns ein spektakuläres Bild: Der schneebedeckte Kegel des Vulkan Osorno erhob sich majestätisch über einer perfekt gelegenen Wolkenbank. Ein Anblick wie aus dem Bilderbuch.

Doch was wir nicht ahnten: Genau auf Höhe der Talstation des Liftes befand sich diese Wolke – und so standen wir plötzlich in dichtem Nebel. Sicht? Gleich null.

Wir suchten uns einen schönen Parkplatz, um die Szenerie auf uns wirken zu lassen. Doch als der Nebel sich endlich lichtete, stellten wir fest, dass wir uns mitten auf einem Wanderweg platziert hatten. Also hieß es erst mal Umparken.

Monikas Wanderung zum Krater – Naturgewalt hautnah erleben

Während Christoph sich mit den anderen Overlandern am Vulkan unterhielt, ließ es sich Monika nicht nehmen, eine Wanderung zu einem der Krater zu unternehmen. Die ganze Wanderung hat ca. 1,5 Stunden gedauert, wer sportlich ist schafft es bestimmt viel schneller. 

Beeindruckend, wenn man so direkt vor Augen hat, welche Macht die Natur besitzt.

Am Krater Rojo
Es ging steil bergauf

Drei Tage am Vulkan: Gemeinschaft, Kuchen und Sonnenuntergänge

Eines der schönsten Dinge am Overlander-Leben sind die Begegnungen unterwegs. Hier am Vulkan Osorno trafen wir einige andere Reisende – unter anderem Irene und Edwin, mit denen wir spontan einen besonderen Anlass feierten: Edwins 75. Geburtstag!

Monika ließ sich nicht lange bitten und backte einen Kuchen – und weil Feste gefeiert werden müssen, bekam Edwin eine bunte Sternverzierung obendrauf. Monikas Meinung: „Man ist nie zu alt für einen leicht kitschigen Geburtstagskuchen!“ Edwin musste also mit der Deko leben.

Wir verbrachten drei wunderbare Tage am Vulkan, genossen spektakuläre Sonnenuntergänge, tolle Gespräche mit anderen Overlandern und die unglaubliche Aussicht.

Osorno-7
Der Kuchen von Edwin
Abendstimmung

Das Drama: Ein Kabel bricht und Monikas Nerven liegen blank

Doch während wir den Vulkan genossen, bahnte sich im Hintergrund ein kleines Drama an: Das Ladekabel für unseren Buchhaltungslaptop ist gebrochen!

Wer Monika kennt, weiß, dass Buchhaltung nicht gerade ihr Lieblingsthema ist – aber wenn sie gemacht werden muss, dann bitte ohne technische Komplikationen. Die Stimmung war entsprechend im Keller.

Zum Glück versuchten Irene und Edwin sofort zu helfen:

  • Edwin maß das defekte Kabel aus und prüfte, ob es noch zu retten war.
  • Irene durchsuchte ihr Equipment nach einem möglichen Ersatz.

 

Leider ohne Erfolg. Also mussten wir unsere Fahrpläne spontan umwerfen – anstatt weiter in Richtung Argentinien fahren, entschieden wir uns, am Sonntagabend in die Stadt Osorno zu fahren, um dort am Montagmorgen gleich nach einem passenden Ersatz zu suchen.

Das Kabel mit dem Bruch
Versöhnungskuchen in Osorno

Mission Kabelsuche in Osorno

Einen passenden Ersatz zu finden, war gar nicht so einfach. Wenn man unterwegs auf seinen Laptop angewiesen ist, merkt man erst, wie sehr man sich auf solche Kleinigkeiten verlässt. Es wäre so einfach, wenn der Authendifizierungsstick für unser Buchhaltungsprogramm auch auf Apple laufen würde – aber das tut er nun mal nicht.

Nach einiger Suche wurden wir fündig: Ein neues Kabel inklusive Adapter für unsere europäische Steckdose. Denn – wie sollte es auch anders sein – der Stecker passte natürlich nicht in unser Setup im Unimog.

Für Monikas Nerven gab es dann noch einen Versöhnungskuchen in der Stadt. Danach fuhren wir zurück zur Tankstelle, wo wir Barbara und Johannes wiedertrafen. Die beiden hatten wir bereits am Vulkan kennengelernt, und es war schön, sich noch einmal auszutauschen.

Die Szenerie? Ein perfekter Sonnenuntergang zwischen den LKWs mit dem brummen der umliegenden Motoren.