Unser Unimog ist zurück: Drei Monate voller Herausforderungen und Erleichterung

Fast drei Monate – so lange hat es gedauert, bis wir unseren geliebten Unimog „Mambo“ endlich wieder voll funktionsfähig zurückbekommen haben. Was in dieser Zeit alles passiert ist und welche Herausforderungen wir gemeistert haben, erzählen wir euch in diesem Artikel.

Fahrt von Chiloé auf das Festland
Erst mal alles zerlegen

Der Anfang: Werkstattaufenthalt auf Chiloé

Die Reise begann mit einem ersten Werkstattbesuch auf Chiloé. Damals wussten wir noch nicht, dass uns eine so lange und aufregende Zeit bevorstand. Am 23. Oktober mussten wir schließlich endgültig aus unserem Unimog ausziehen und zogen in eine Cabana in Puerto Varas – unser Zuhause für die kommenden Wochen.

Was jedoch anfangs wie eine einfache Lösung erschien, wurde mit der Zeit eine Herausforderung: Wir mussten die Cabana immer wieder verlängern, was durch die beginnende Sommersaison nicht immer einfach war. Jedes Mal gab es die Unsicherheit, ob wir auch weiterhin bleiben können, da Unterkünfte in der Hochsaison schnell ausgebucht sind. Zum Glück klappte es immer wieder, sodass wir bis zur Fertigstellung des Unimogs ein festes Dach über dem Kopf hatten.

Ersatzteile und der Weg zur Reparatur

Eine der größten Herausforderungen war der Import von über 100 Kilogramm Ersatzteilen aus Europa. Dank der Unterstützung von Freunden konnten wir alle benötigten Teile organisieren, doch die Logistik und der Zoll waren alles andere als einfach.

Dazu haben wir bereits ausführlicher berichtet – schaut gerne in unserem Artikel vorbei: „Ersatzteilbeschaffung in Südamerika“  Kurz vor Weihnachten kam dann der nächste Rückschlag: Ein weiteres Ersatzteil musste bestellt werden, was unsere Geduld erneut auf die Probe stellte.

Visaverlängerung und TITV – Bürokratie auf Reisen

Inmitten dieser Wartezeit mussten wir auch die bürokratischen Hürden meistern:

  • Verlängerung des TITV (Temporäre Importgenehmigung):
    Um unseren Unimog weiterhin legal in Chile zu belassen, mussten wir zur nächstgelegenen Aduana (Zollbehörde). Eine Reparaturbestätigung wurde benötigt, und die gesamte Abwicklung dauerte drei Wochen. Am letzten Gültigkeitstag erhielten wir endlich die Verlängerung – eine echte Zitterpartie!
  • Visaverlängerung:
    Unsere Aufenthaltsgenehmigungen mussten ebenfalls verlängert werden. Glücklicherweise war dieser Prozess etwas unkomplizierter: Nachweise das wir uns eigenständig finanzieren können und eine Gebühr von knapp 100 Dollar pro Person reichten aus, um weitere drei Monate in Chile zu bleiben.
Küche in unserer Cabana
Erste Probefahrt mit dem Unimog

Die Rückkehr des Unimogs

Vor etwas mehr als einer Woche war es dann endlich soweit: Mambo war fertig! Die Freude, ihn wieder bei uns zu haben, war riesig. Doch mit der Rückkehr begann auch der nächste Schritt: Testfahrten und Wiedereinräumen.

  • Wiedereinräumen:
    Während der Reparatur hatten wir den halben Unimog ausgeräumt – und es ist unglaublich, wie viel Zeug sich in einem Fahrzeug ansammelt. Alles wieder an seinen Platz zu bringen, war eine Aufgabe für sich.

  • Sauber machen:
    Nach der langen Standzeit in der Werkstatt war eine gründliche Reinigung fällig, um unseren Mambo wieder in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Reparaturen: Was wurde gemacht?

Die Werkstatt hat hervorragende Arbeit geleistet und folgende Reparaturen durchgeführt:

  • Austausch beider Steckachsen.
  • Erneuerung der Stirnräder und der Antriebswelle.
  • Kleinere Reparaturen und Optimierungen.

 

Die gute Nachricht: Die ersten Testfahrten verliefen reibungslos, und wir haben das Gefühl, dass unser Unimog jetzt sogar besser läuft als zuvor. Drei Monate ohne unser Zuhause auf Rädern waren eine Herausforderung, aber wir haben sie gemeistert. Die Unsicherheit, ob alles klappt, war nicht immer leicht zu ertragen, doch am Ende zeigt sich: Es gibt für alles eine Lösung. Jetzt freuen wir uns darauf, endlich wieder unterwegs zu sein und unsere Reise in den Süden fortzusetzen.

Ach, und falls jemand hier in Chile eine Antriebswelle für einen Unimog braucht – unsere alte ist zwar defekt, aber laut unserem Mechaniker noch reparabel. Wir verschenken sie gerne! Meldet euch bei uns oder gebt den Tipp weiter.

Der Mog steht vor der Cabana
Erst mal sauber machen