Heimaturlaub mit kleineren Shopping-Eskapaden

Ein Besuch in der alten Heimat bedeutet nicht nur das Wiedersehen mit Freunden und Familie – sondern auch: gezielte Shoppingtouren. Denn wer auf Langzeitreise ist, lernt manche Alltagsgegenstände schätzen, die sonst selbstverständlich erscheinen. Genau dann, wenn sie plötzlich fehlen.

So war es bei Monika ein kleines Drama, als einer ihrer heißgeliebten Dusch-Flip-Flops von einem streunenden Hund entführt wurde. Trotz intensiver Suchaktion blieb der zweite Schuh unauffindbar. Klar also, dass ein Ersatz bei den Heimaturlaub Reisevorbereitungen ganz oben auf der Liste stand – neben einem neuen Türschloss für unsere Beifahrertür und vielen weiteren kleinen, aber wichtigen Dingen.

Shopping Liste für die Reisevorbereitungen
Monikas Kaffeefilter und der Ersatzfilter
Einräumen am Campingplatz in Uruguay
Die ersten Tage am Paraiso Suazo

Reisevorbereitungen für die Nächste Tour bereits vor dem Heimflug

Bereits vor dem Abflug aus Uruguay haben wir damit begonnen, unsere Nachkaufliste abzuarbeiten. Über das ganze Jahr hatten wir eine Liste geführt mit Dingen, die wir beim nächsten Mal unbedingt dabeihaben oder nachbestellen wollten. So haben wir uns zum Beispiel für jedes Land eine große Landkarte organisiert – wir mögen es einfach, eine Übersicht in Papierform zu haben. Monika hat sich gleich 300 Kaffeefilter mitgenommen, weil die in Südamerika nicht so leicht zu bekommen sind – oder wir zumindest nie eine passende Bezugsquelle für eine ausreichende Menge gefunden haben.

Lieblingscremes, spezieller Sonnenschutz, Technikzubehör oder Küchenutensilien – vieles bestellten wir vorab. Monikas Mama meinte schon schmunzelnd: „Ich glaub, ihr habt Amazon leergekauft!“ Und tatsächlich: Ein kleines Teil bestellt, eine große Schachtel geliefert – das kennt wohl jeder.

Wenn man seinen Jahresbedarf auf einmal organisiert, kommt einiges zusammen. Doch beim Packen folgte schnell die Realität: 23 Kilogramm Aufgabegepäck und 10 Kilogramm Handgepäck pro Person– mehr erlaubt die Fluggesellschaft nicht außer man will es teuer bezahlen. Also hieß es sortieren. Dinitrol-Spray musste draußen bleiben, da Spraydosen nicht erlaubt sind. Auch der kleine Kärcher musste weichen. Und der Plan, dieses Mal wirklich nur das Nötigste mitzunehmen? Schnell über Bord geworfen.

Aussortieren in Südamerika - wenn die Reisevorbereitungen etwas eskaliert sind und dann doch zu viel dabei ist

Zurück im Mambo haben wir es ein wenig bereut, dass wir den Vorsatz, nur das Nötigste mitzunehmen, über Bord geworfen hatten. Der Stauraum ist eben begrenzt, und plötzlich steht man wieder vor der Frage: Was darf mit, was bleibt hier? Alle Mitbringsel mussten wieder verstaut werden. Gleichzeitig haben wir uns von Dingen getrennt, die wir in einem Jahr nie gebraucht haben – so entstand wieder Platz. Auch unsere Fahrräder bleiben künftig zurück. Für Südamerika haben sie sich nicht wirklich bewährt, aber wir haben einen guten Abstellplatz für sie gefunden.

Wir hatten also Glück im Unglück – unsere Koffer dürfen in einer Garage bis zum nächsten Heimflug bleiben. Damit musste nicht alles im Mambo verstaut werden und wir haben wieder etwas mehr Luft zum Leben und Reisen.

Und auch wenn man alles gut plant, bleibt am Ende doch die Frage: Haben wir etwas vergessen? Selbst wenn – wir haben gelernt, uns selbst nicht zu wichtig zu nehmen. Hier gibt es fast alles zu kaufen, und hin und wieder muss man sich eben an ein neues Produkt gewöhnen.

Der Vorsatz für den nächsten Heimaturlaub: Weniger ist mehr – aber ob wir das wohl schaffen, bleibt dahingestellt.